
Nachhaltigkeitstag
Der Nachhaltigkeitstag stellt den Auftakt für die Ringvorlesung Sustainable Performing Arts - Nachhaltige Bühnenkunst unter der Koordination und Leitung von Consti Luger dar. Die Veranstaltung steht unter dem Zeichen der Verantwortung von darstellenden Akteur_innen im Kunst- und Kulturbereich in Hinblick auf Klimaschutz und der Bewusstmachung ökologischer und ökosozialer Problematiken der Erderhitzung.
In der Lecture Von Ökofaschismus bis Klimagerechtigkeit, was bedeutet die Klimakrise politisch? wird das Thema theoretisch behandelt: Was die Klimakrise bedeutet und was gegen sie unternommen werden sollte, bleibt politisch umstritten. Während sich die Frequenz der Katastrophen erhöht und die Zukunftsprognosen immer düsterer werden, wird die Krise weiterhin geleugnet und verdrängt. Unter dem Label Bürokratieabbau werden momentan wichtige Klimagesetze abgeschwächt und fossilen Wachstumsversprechen geopfert. In den USA geht die Reorientierung an Öl und Gas mit imperialistischen und faschistischen Tendenzen einher. Wie ist es überhaupt noch möglich inmitten dieser Politik der Härte und Gewalt für Klimagerechtigkeit einzustehen? Ausgehend von Klimabewegungen und gegenseitiger Hilfe im Katastrophenfall plädiert Johannes Siegmund für radikale Solidarität und unwahrscheinliche Bündnisse.
Im anschließenden Workshop wird gemeinsam die Frage gestellt, wie wir in der Klimakrise gemeinsam handlungsfähig werden können.
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Johannes Siegmund lebt als politischer Theoretiker in Wien. Er unterrichtet an der Universität Wien und der Universität für Angewandte Kunst und ist Trainer bei ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit.
Programm
Begrüßung/Einführung
Consti Luger
Lecture Von Ökofaschismus bis Klimagerechtigkeit, was bedeutet die Klimakrise politisch?
Johannes Siegmund
Zwei Gruppenworkshop
mit Johannes Siegmund sowie Elli Sturm (Klimapuzzle)
