
European Jazz Workshop 2026 Vienna: Small Bands
New concepts of the 2nd Viennese School: Artistry in Rhythm
Der European Jazz Workshop 2026 an der mdw nimmt die „Zweite Wiener Schule“ mit ihrer von Arnold Schönberg, Anton Webern und Alban Berg entwickelten Zwölftontechnik als Ausgangspunkt. Im Zentrum steht die Frage, wie sich diese kompositorischen Prinzipien in heutigen Large-Ensemble-Kompositionen im Jazz einsetzen lassen – sowohl als direktes Gestaltungsmittel als auch als Inspirationsquelle für neue ästhetische Ansätze.
Unter dem thematischen Bogen Artistry in Rhythm soll gezeigt werden, dass selbst komplexe seriell geprägte Materialien in ein rhythmisch-groovendes Konzept überführt werden können. Damit wird auch eine Verbindung zur Jazztradition hergestellt, insbesondere zu Stan Kenton, in dessen Ensemble der Komponist Bob Graettinger Techniken der Zweiten Wiener Schule in eindrucksvoller Weise integrierte.
Artistry in Rhythm bringt das Thema dann aber auch wieder zurück nach Wien, wo Mathias Rüegg mit dem Vienna Art Orchestra unter diesem Titel ein Album veröffentlicht hat, auf dem er jeder europäischen Hauptstadt einen Titel gewidmet hat. In einer ersten Arbeitsphase im Februar wurde den Teilnehmenden Studierenden das Thema vorgestellt und Wege aufgezeigt, wie die „Zweite Wiener Schule“ kreativ in der eigenen kompositorischen Arbeit eingesetzt werden kann. In der zweiten Arbeitsphase im September werden nun die Eigenkompositionen der Studierenden für das European Jazz Workshop Orchestra erarbeitet und bei einem Konzert im Wiener Porgy&Bess präsentiert.
